Projekt: "Förderung benachteiligter Jugendlicher 2016"

Noch vor Weihnachten 2015 erhielten wir die erfreuliche Nachricht, in Form des Zuwendungsbescheides der SAB und der vorbehaltlichen Kofinanzierungszusage des Jugendamtes Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, dass wir auch im Jahr 2016 ein neues Jugendberufshilfeprojekt durchführen dürfen.

 

Wie auch in den Jahren zuvor, soll das Projektjahr 2016 erneut einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, der Ausbildungsreife sowie der sozialen (Wieder)Eingliederung von benachteiligten jungen Menschen in das Berufsausbildungssystem und Erwerbsleben leisten.

 

Am 04.01.2016 starteten wir mit 12 Teilnehmern ins neue Projekt. Die Teilnehmer durchliefen bereits die ersten Stunden zur Berufsorientierung und zum Bewerbungstraining. Ende Januar besuchte wir mit allen die Karriere Start Messe in Dresden, wo sich jeder Teilnehmer je nach Interessenlage über Ausbildungsmöglichkeiten und –betriebe informierte.

 

Außerdem startete im Februar unser Gartenprojekt, wo wir Küchenkräuter und Tomaten für den Hauswirtschaftlichen Bereich aussäten.

 

 

Fazit 2015 - Ein Auszug aus dem Sachbericht

Insgesamt konnten von dreiunddreißig Teilnehmern neun Teilnehmer während der Projektlaufzeit positiv vermittelt werden. Vier Teilnehmer konnten eine Arbeit aufnehmen (teilweise mit der Möglichkeit ab Sommer eine Ausbildung im Betrieb zu beginnen). Zwei Teilnehmer nahmen eine Ausbildung auf, ebenfalls zwei Teilnehmer begannen eine BVB mit dem Ziel den Hauptschulabschluss zu erwerben. Ein Teilnehmer konnte eine Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen aufnehmen, da er aufgrund seiner Besonderheiten den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewachsen ist.

Zehn Teilnehmer wurden in unser Projekt Förderung benachteiligter Jugendlicher 2016 mit dem Ziel übernommen, dass es ihnen gelingt 2016 eine Ausbildung bzw. Arbeit aufzunehmen.

Mit fünf Teilnehmern ist es nicht gelungen, bestehende Vermittlungshemmnisse wie Drogen- und Suchtproblematik und psychische Probleme so aufzuarbeiten, dass die Aufnahme einer längerfristigen Arbeit oder einer Ausbildung möglich gewesen wäre. Fünf Teilnehmern musste aufgrund von fehlender Motivation zur Teilnahme, mangelnder Einsicht ihrer Drogen- und Suchtproblematik und daraus resultierenden Fehlzeiten gekündigt werden. Ein Teilnehmer ist in ein anderes Bundesland umgezogen, ein weiterer hat nach Pflichterfüllung (Auflage der Jugendgerichtshilfe) das Projekt auf eigenen Wunsch verlassen und ein Teilnehmer musste die Teilnahme aufgrund des Antrittes einer Haftstrafe abbrechen.

 

Auf Grund der unterschiedlichen Problemlagen der Teilnehmer wurde die sozialpädagogische Betreuung individuell und täglich angeboten. Die Betreuung reichte von Gesprächen über persönliche Probleme, Gesundheit, Sucht, finanzielle Probleme, Beziehungsstress, Ableistung von Arbeitsstunden bis hin zu  Hilfe bei Wohnungslosigkeit. Alle Projektteilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Probleme mit dem FbJ-Team zu beraten. Sie wurden ermuntert, vorhandene Hilfsangebote in der Region anzunehmen (z.B. Vermittlung in Suchtberatung, Schuldnerberatung etc.), aber auch eigene Kompetenzen auszuschöpfen oder zu entdecken. Im Verlauf des Projektes hat sich herauskristallisiert, dass eine Suchtproblematik das Kernproblem vieler Jugendlicher darstellt.

 

Die Kooperation mit den ortsansässigen kleinen und mittleren Unternehmen ist als sehr gut einzuschätzen. Die Firmen konnten ihre langjährigen Mitarbeiter auf die Probleme der Teilnehmer in der praktischen Arbeitserfahrungszeit bzw. Praktikumsphase wie immer gut einstellen. Die Teilnehmer konnten in die Arbeitsprozesse auf dem Ersten Arbeitsmarkt eingegliedert und darin im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig werden.

Tag der offenen Tür – der FbJ e.V. wird volljährig